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Karstadt-Übernahme: Es drohen weitere Verzögerungen

 
 
Der insolventen Warenhauskette Karstadt droht kurz vor der Übergabe an den Investor Nicolas Berggruen erneut Ungemach. Zwei Gläubiger haben beim Amtsgericht Einspruch gegen den Insolvenzplan des Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg eingelegt. Einer der Gläubiger ist der Lieferant Gilde Handwerk, wie ein Sprecher des Insolvenzverwalters am Montag sagte. Man befinde sich in intensiven Gesprächen.

Der Sprecher forderte die Gläubiger auf, ihre Beschwerden zurückzunehmen. Auf der Gläubigerversammlung Mitte April hätten alle Beteiligten dem Insolvenzplan zugestimmt. Es gelte daher der Grundsatz der Gläubigergleichbehandlung, erklärte der Sprecher. Es gehe daher nicht, dass nun von zwei Gläubigern die hundertprozentige Erstattung sowie ein Treffen mit Investor Berggruen gefordert werde. Die Insolvenzverwaltung prüfe daher auch die Möglichkeit eines Strafverfahrens wegen Rechtsmittelmissbrauchs.

Eigentlich soll Karstadt mit seinen rund 25.000 Beschäftigten zum 1. Oktober auf den Investor Berggruen übergehen. Sollten die Einsprüche nicht zurückgenommen werden, drohen der Übernahme weitere Verzögerungen.
(27.09.2010)

 
 

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