Falsche Steuerpolitik mit fatalen Auswirkungen in der Krise | ||
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Während die Schweiz und andere steuerfreundliche Länder instinktiv das Richtige getan hätten - nämlich die Unternehmen in guten Zeiten zu schonen - fehle nun gerade den Unternehmen in den Steuerwüsten ein Speckgürtel, von dem sie nun zehren könnten. "Die Steuern sind so hoch, dass man praktisch alles Geld steuerwirksam ausgeben muss, sonst wird es einem weggenommen", pflichtete dem Wettbewerbsexperten jüngst ein frustrierter deutscher Unternehmer auf einem Workshop bei. "Und mit mehr als zwei Drittel Gesamtsteuerbelastung für deutsche Kapitalgesellschaften liegt dieser gar nicht so falsch", bemerkt Aulinger. In den vergangenen, nahezu krisenfreien Jahren hätten sich viele Geschäftsführer und Unternehmer hauptberuflich damit beschäftigt, ihre Steuerlast im Rahmen der legalen Möglichkeiten zu minimieren. Das Resultat: Finanzreserven seien bei all jenen Unternehmen rar geworden. "Besonders fatal ist nun, dass sie mit den dünnen, staatsgewollten Eigenkapitaldecken auch kaum Kredite bekommen können. Denn die Kreditvergaberichtlinien sind derzeit streng wie nie zuvor", kritisiert Aulinger. Er sei nicht darüber verwundert, dass manch Unternehmer einfach keine Lust mehr habe, etwas zu unternehmen, oder sich schließlich einen Standort sucht, der ihm nicht nur steuerrechtlich bessere Möglichkeiten zum Wirtschaften bietet. (01.06.2009) |
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