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Erneuerbare Energien: RWE tritt bei Investitionen auf die Bremse

 
 
Nach der Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke will RWE ihre Investitionen in erneuerbare Energien vorerst einfrieren. "Wir investieren sehr stark - mehr als 1 Mrd EUR pro Jahr. Steigen wird dieses Volumen kurzfristig nicht, weil uns erst einmal Erträge durch die Politik weggenommen werden", sagte der Vorstandsvorsitzende der RWE AG, Jürgen Großmann, in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview mit dem Magazin "Stern". Damit spielt Großmann auf die Brennelementesteuer und die Abgaben an den neuen Fonds für erneuerbare Energien an.

"Langfristig", so der Manager, wolle der Konzern die Ausgaben "schon erhöhen". Der Ausbau erneuerbarer Energien habe für das Unternehmen "strategische Bedeutung". Großmann plädierte dafür, den Umstieg auf erneuerbare Energien nicht am technisch Machbaren auszurichten: "Technisch geht theoretisch immer mehr als im realen Leben."

Deutschland müsse beim Strompreis wettbewerbsfähig bleiben. "Das geht noch lange Zeit nur mit Atom- und Kohlekraft", sagte er. Man müsse die Energiewirtschaft umbauen, aber das gehe nur so, "dass sprichwörtlich das Haus während des Umbaus bewohnbar bleibt".
(21.10.2010)

 
 

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