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RWE rückt von Kraftwerkserweiterung in Ungarn ab

 
 
Der Energiekonzern RWE wird die geplante Erweiterung eines ungarischen Braunkohlekraftwerks nicht weiter verfolgen. Eine Sprecherin der RWE-Kraftwerkssparte begründete die Absage am Freitag zum einen mit der Entscheidung des Projektpartners, des staatlichen Energieversorgers MVM, zur Stromversorgung des Landes mehr auf Kernkraft setzen zu wollen. Als zweiten Grund führte die Vertreterin des Essener DAX-Konzerns veränderte Rahmenbedingungen in Ungarn an.

Ursprünglich hatten RWE und MVM geplant, das bestehende Kraftwerk in Matra mit einem Block mit einer Leistung von 500 Megawatt aufzurüsten. Dafür und für Investitionen in den Braunkohleabbau waren bei Bekanntgabe der Pläne Ende 2006 Ausgaben von 750 Mio EUR geplant, wie die Sprecherin sagte. RWE gehört etwas mehr als die Hälfte des bestehenden Kraftwerks, MVM ist mit gut einem Viertel beteiligt. Der Rest ist im Eigentum der Karlsruher EnBW Energie Baden-Württemberg AG.
(06.11.2010)

 
 

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