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Verzögerungen bei Edinburgh-Stadtbahnlinie: Bilfinger weist Vorwürfe als "haltlos" zurück

 
 
Die Bilfinger Berger SE, Mannheim, hat Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Bau einer Stadtbahnlinie im schottischen Edingburgh zurückgewiesen. Das Unternehmen behalte es sich zudem vor, gegen den am Donnerstag zurückgetretenen Chef der Nahverkehrsgesellschaft in Edinburgh, David Mackay, rechtliche Schritte wegen Rufschädigung einzuleiten, erklärte Bilfinger am Freitag. Mackay habe das Unternehmen und seine Mitarbeiter öffentlich diskreditiert, begründete Bilfinger den Schritt.

Die Schotten werfen Bilfinger vor, für Verzögerungen des Projektes - den Bau einer 18 km langen Stadtbahnlinie - verantwortlich zu sein. Mackay war daraufhin zurückgetreten. Medienberichten zufolge gibt er Bilfinger nicht nur die Schuld für die Verzögerungen, sondern wirft dem Unternehmen auch vor, sich nicht an Verträge zu halten und etwa für Sonderwünsche "enorme Aufschläge" zu fordern.

Bilfinger konterte, die bisher aufgetretene zeitliche Verzögerung des Projekts liege aufgrund einer Vielzahl von Planungsänderungen und mangelnder Vorleistungen "ausschließlich in der Verantwortung des Auftraggebers". Der zwischen der Nahverkehrsgesellschaft und der Arbeitsgemeinschaft bestehende Vertrag erlaube dem Konzern keine inhaltliche Stellungnahme. Die Vorwürfe seien jedoch "allesamt haltlos". Dies zeigten auch zahlreiche bereits vorliegende Schiedssprüche, in denen die Ansprüche von Bilfinger Berger bestätigt worden seien.

"Bilfinger Berger verhält sich beim Projekt Edinburgh Tram vertragskonform", sagte Bilfinger-Vorstandsmitglied Joachim Enenkel. In dem Führungswechsel auf Auftraggeberseite sehe Bilfinger eine Chance, dass das Projekt in geordneten Bahnen fortgeführt werden könne. Der Auftrag hat Medienberichten zufolge ein Investitionsbudget von rund 620 Mio EUR; das Baukonsortium besteht neben Bilfinger, die diesem auch vorstehen, aus Siemens und den spanischen Unternehmen CAF.
(06.11.2010)

 
 

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