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Staatschefs sprechen über E.ON-Ausstieg bei Gazprom

 
 
Bundeskanzlerin Angela Merkel wird mit dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin am Freitag die Möglichkeit eines Ausstiegs von E.ON Ruhrgas bei Gazprom erörtern. Sprecher Dmitri Peskow sagte am Mittwoch, das Thema stehe beim Besuch Putins am Freitag in Berlin auf der Tagesordnung. Putin wird zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch nach Deutschland kommen.

E.ON Ruhrgas ist mit 3,5% an Gazprom beteiligt und damit der größte Auslandsinvestor bei dem russischen Gasgiganten. Der Anteil hat einen Wert von 4,5 Mrd USD. Der deutsche Versorger hatte kürzlich einen Strategiewechsel angekündigt. Er sieht verstärkte Investitionen in Asien und Südamerika vor. Welche europäischen Aktiva dazu möglicherweise verkauft werden, hat E.ON bisher nicht mitgeteilt.

E.ON Ruhrgas war am Mittwoch kurzfristig nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Nach Informationen der russischen Wirtschaftszeitung "Kommersant" will Ruhrgas seine Beteiligung schon bald an die Wneschekonombank veräußern, die staatliche russische Bank für Außenwirtschaft. Ein Verkauf am Markt komme wegen des Volumens nicht in Frage.
(24.11.2010)

 
 

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