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Australisches Takeovers Panel lässt Hochtief erneut abblitzen

 
 
In der Auseinandersetzung um das Übernahmeangebot von ACS für den deutschen Baukonzern Hochtief hat es die australische Übernahmekommission erneut abgelehnt, die Offerte der Spanier zu blockieren. Das Takeovers Panel erklärte am Montag nach eingehender Prüfung der Sachlage, es sei nicht zu erkennen, dass das Angebot von ACS lediglich ein Kunstgriff sei, um mit geringem Aufwand an die Hochtief-Tochter Leighton heranzukommen.

Der spanische Baukonzern strebt bei Hochtief die Mehrheit an und will den Aktionären des Essener Konzerns für je fünf Aktien acht ACS-Papiere anbieten. In dieser Woche wird mit der offiziellen Freigabe der Offerte durch die BaFin gerechnet.

Hochtief versucht seit Monaten mit allen Mitteln, das Vorhaben zu stoppen. In Australien sollte die dortige Übernahmekommission feststellen, dass ACS mit der Hochtief-Übernahme vornehmlich auf dessen 54,5-prozentige Beteiligung am hochprofitablen australischen Baukonzern abziele. Vor drei Wochen war dies im ersten Anlauf gescheitert.

Hochtief habe unabhängig von Leighton ein erhebliches Geschäftsvolumen, erklärte das Takeovers Panel jetzt. Die von ACS vorgelegten Unterlagen zeigten, dass es den Spaniern vorrangig darum gehe, Hochtief in der eigenen Bilanz zu konsolidieren und in weiteren Regionen geschäftlich aktiv zu werden. Das dreiköpfige Expertengremium lehnte es deshalb ab, eine so genannte "Declaration of Unacceptable Circumstances" abzugeben.
(29.11.2010)

 
 

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