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EU will Mehrwertsteuer-System überarbeiten

 
 
Das in der EU vor über 40 Jahren eingeführte Mehrwertsteuersystem sollte nach Auffassung der EU-Kommission grundlegend überarbeitet werden. Das bestehende Verfahren sei für Steuerzahler, Unternehmen und Verwaltungen zu teuer und aufwendig, ein Hindernis im Binnenmarkt und darüber hinaus betrugsanfällig, erklärte die Kommission am Mittwoch.

Sie legte ein Grünbuch zur Reform des MwSt-Systems vor und forderte Interessenten auf, sich bis zum 31. Mai zu den darin aufgeworfenen Fragen zu äußern. Ende 2011 will die Kommission dann in Form einer Mitteilung ihre Vorstellungen zur Zukunft der Mehrwertsteuer erläutern.

Nach den bestehenden MwSt-Bestimmungen, die Anfang der 1990er im Zusammenhang mit dem Wegfall der Grenzkontrollen eingeführt wurden und eigentlich zunächst nur übergangsweise angewendet werden sollten, wird die MwSt im grenzübergreifenden Waren- und Dienstleistungsverkehr im Bestimmungsland nach den jeweiligen nationalen Vorgaben erhoben.

Damit sind Kosten und Bürokratie verbunden, durch die nach Auffassung der Kommission Unternehmen benachteiligt werden, die grenzübergreifende Geschäfte tätigen. Zudem gelten Mindestsätze, wobei für zahlreiche Waren und Dienstleistungen ermäßigte Steuersätze erlaubt sind, wodurch die Kommission den Wettbewerb im Binnenmarkt zusätzlich gestört sieht. weiterlesen >>
(01.12.2010)

 
 

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