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MAN hat gleich mehrere Augen auf Lateinamerika geworfen

 
 
Der Nutzfahrzeughersteller MAN nimmt den lateinamerikanischen Markt stärker ins Visier. Die zentrale Strategie sei, das Wirtschaftswachstum in der Region für eigenes Wachstum zu nutzen und die Marke MAN in der Region einzuführen, sagte Antonio Roberto Cortes, Chef von MAN Latin America im am Mittwoch veröffentlichten Presse-Newsletter des DAX-Konzerns. In ihrem neu in Betrieb genommenen Werk im mexikanischen Queretaro wollen die Münchener pro Jahr 2.000 Lkw der Marken VW und MAN produzieren. Die Fahrzeuge seien hauptsächlich für Mexiko bestimmt, so der Manager.

Cortes bezeichnete die Ausgangssituation des Konzerns in Lateinamerika als gut. Mit einem Anteil von über 30% sei MAN bei Lkw allein auf dem brasilianischen Markt seit vielen Jahren Marktführer. "2010 werden hier etwa 65.000 Lkw und Busse verkauft", sagte Cortes. Das sei ein Plus von über 40% und es gehe so weiter. "Die Wirtschaft befindet sich auf einem stabilen Wachstumspfad, die bestehenden Lastwagenflotten sind durchschnittlich 18 Jahre alt und müssen erneuert werden", so der Manager. In den anderen Schwellenländern des Kontinents sehe ganz ähnlich aus. Es gebe enorme Potenziale.

Mit 29,9% ist die Volkswagen AG der größte Anteilseigner der MAN SE. Von den Wolfsburgern hatte MAN 2009 das Brasilien-Geschäft mit schweren Lkw übernommen.
(01.12.2010)

 
 

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