WettbewerbFinanzierungStandortpolitikProzessoptimierung
 

Razzien bei Pharmakonzernen

 
 
Vertreter der EU-Kommission haben am Mittwoch bei einigen Pharmakonzernen in mehreren EU-Mitgliedsstaaten Razzien durchgeführt. Wie die Brüsseler Behörde am Freitag mitteilte, hat sie Gründe zu der Annahme, dass die Konzerne entweder einzeln oder gemeinschaftlich gehandelt haben, um die Markteinführung von Generika für ein bestimmtes Medikament zu verzögern.

Sollte sich der Verdacht bewahrheiten, würde eine Verletzung des Kartellrechts der EU vorliegen, das wettbwerbsfeindliche Geschäftspraktiken und den Missbrauch von marktbeherrschenden Stellungen verbietet. Die Bayer AG und Merck KGaA sind laut Angaben ihrer Sprecher nicht von den Razzien betroffen. Auch der französischen Sanofi-Aventis SA haben die Ermittler keinen unangemeldeten Besuch abgestattet.

Durchsucht wurden dagegen einige europäische Produktionsstätten des britischen Phamakonzerns AstraZeneca. Die Untersuchung stehe im Zusammenhang mit dem Medikament "Nexium", sagte eine Sprecherin des zweitgrößten Pharmaunternehmens in Großbritannien. AstraZeneca generiert mit Nexium zur Behandlung von Sodbrennen Milliardenumsätze. Der Patenschutz von Nexium läuft auf den wichtigsten Märkten bald aus.

"Wir arbeiten mit den Behörden zusammen", sagte die Sprecherin von AstraZeneca weiter. 2009 setzten die Briten mit Nexium weltweit 5 Mrd USD um. Durch den drohenden Verlust des Patenschutzes versucht der Konzern derzeit, neue Anwendungsmöglichkeiten für das Medikament zu finden. Unter anderem soll Nexium in Kombination mit Aspirin zur Anwendung kommen. weiterlesen >>
(03.12.2010)

 
 

<< Vossloh erhöht Investitionen Keine Fusionsgespräche zwischen russischer und Deutscher Börse >>
 

 
Kommentare (0)  [Kommentar schreiben!] 

 
 

Kommentar zum Thema "Razzien bei Pharmakonzernen"

 
 
 
 
 
 
Sicherheitscode

Nur Kleinbuchstaben und Zahlen

 
 
 
Amazon     Arbeitssuche     DSDS     Imtradex     LinguaTV     QSC     RapidUsertests     Server     Timeworkers     Zeitarbeit