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Schlechte Zahlungsmoral macht Siemens in Griechenland zu schaffen

 
 
Siemens gerät durch ausstehende Zahlungen griechischer Staatsunternehmen in die Bredouille. Rund 150 Mio EUR frisches Kapital musste der Münchner DAX-Konzern bereits in seine griechische Landesgesellschaft pumpen, "um das Geschäft am Leben zu halten", wie Siemens-Vorstand Peter Y. Solmssen in einem Pressegespräch erklärte.

"Wir haben in Griechenland nicht unerhebliche ausstehende Forderungen", fügte Solmssen hinzu. Hätte Siemens die Landesgesellschaft nicht mit 150 Mio EUR unterstützt, wäre sie "unterkapitalisiert" gewesen, sagte er. Griechische Privatunternehmen würden zwar ihre Rechnungen begleichen, aber bei einigen staatlichen Stellen sei dies nicht der Fall.

Solmssen ist im Siemens-Vorstand als Chefjustiziar (General Counsel) vor allem dafür zuständig, dass die Münchner keinen weiteren Schmiergeldskandal verursachen, er betreut aber auch das Geschäft in Amerika.

Auf die USA, den größten Absatzmarkt des Technologiekonzerns, blickt der gebürtige Amerikaner dabei mit großer Sorge. "Bei einer Arbeitslosenquote von 10% oder mehr in den USA wird Kaufkraft zerstört", erklärte Solmssen. Für das kommende Jahr sei ihm noch nicht bange, wohl aber für das übernächste Jahr. "Denn ich kenne keine Volkswirtschaft, in der man durch Sparmaßnahmen Wachstum anregen kann", sagte der Vorstand. weiterlesen >>
(08.12.2010)

 
 

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