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Pläne für CCS-Kohlekraftwerk bei Hürth auf Eis gelegt

 
 
Der Energiekonzern RWE hat die Planungen für das CCS-Testkraftwerk in Hürth wegen der unsicheren Rechtslage vorerst gestoppt. "Das Projekt liegt mittlerweile auf Eis", sagte Johannes Lambertz, der Vorstandsvorsitzende der Stromerzeugungssparte Power, am Mittwoch vor Pressevertretern.

Dass das Kraftwerk mit einer Leistung von 450 Megawatt nicht wie ursprünglich geplant im Jahr 2015 den Betrieb aufnehmen kann, ist schon seit einem Jahr klar. Damals hatte Rolf Pohlig, der Finanzvorstand der Essener RWE AG, von einer Verlangsamung des Planungsprozesses berichtet.

In Hürth bei Köln will RWE ein Kohlekraftwerk bauen, bei dem das bei der Stromerzeugung anfallende Kohlendioxid abgetrennt und gespeichert wird. Diese als "Carbon Capture and Storage" (CCS) bezeichnete Technologie gilt als Schlüssel, um Strom aus Kohle sauberer zu machen.

In Deutschland fehlt bislang aber weiter ein gesetzlicher Rahmen. In Schleswig-Holstein war RWE auch mit dem Vorhaben gescheitert, dort das Kohlendioxid zu speichern. Damit begründete Lambertz auch den Stopp der Planungsmaßnahmen. "Wir haben die gesamte Ingenieursarbeit dokumentiert", sagte Lambertz. Damit könnte das Projekt sofort wieder aufgenommen werden.
(11.12.2010)

 
 

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