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Rohstoffmärkte: Industrie fürchtet Preisverzerrung

 
 
Die deutsche Industrie fürchtet angesichts neuer Fonds-Anlageprodukte Preisverzerrungen an den Rohstoffmärkten. Die neuen Fonds könnten die Versorgung mit Industriemetallen beeinträchtigen und zu einer Verknappung führen, warnte der designierte Vizepräsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Dabei geht es um börsennotierte Fonds, die mit Industriemetallen wie Kupfer, Zinn und Nickel physisch hinterlegt sind.

"Für die metallverarbeitende Industrie entstehen daraus Probleme", sagte Grillo. Durch den Einfluss der Finanzprodukte bestehe die Gefahr, dass die Preise stärker als bisher schwanken. Daher werde es für Unternehmen immer wichtiger, sich gegen die Risiken abzusichern. Solche Hedging-Geschäfte ließen sich die Banken mit Prämien zwischen 2% und 10% bezahlen, heißt es weiter. Am vergangenen Freitag habe der Anbieter ETF Securities mit dem Handel eines solchen Fonds begonnen. Andere Häuser wie J.P. Morgan oder Blackrock planten ähnliche Produkte.
(15.12.2010)

 
 

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