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Siemens erfährt Preis für Areva NP wohl erst Anfang 2011

 
 
Der Siemens-Konzern wird wohl erst 2011 erfahren, wie viel der französische Kraftwerksbauer Areva für das Kernenergie-Joint-Ventures Areva NP bezahlen muss. Der mit der Preisfestsetzung beauftragte Experte werde seinen Bericht auf eigene Initiative Anfang 2011 vorlegen, teilte Areva am Dienstag mit. Mit der Siemens AG streitet sich Areva über den Wert des Kernenergie-Joint-Ventures Areva NP. Der Münchner DAX-Konzern will seinen 34-prozentigen Anteil an dem Unternehmen an die Franzosen zurückgeben und stattdessen mit der russischen Rosatom ein Gemeinschaftsunternehmen gründen.

Areva beziffert den Wert von Areva NP mit rund 200 Mio EUR, obgleich das Joint Venture mit rund 2 Mrd EUR in ihren Büchern steht. Bei Siemens schätzt man den Wert mit 4 Mrd EUR deutlich höher. Der Fall wird vor einem Schiedsgericht in Paris verhandelt. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte Dow Jones Newswires Anfang Dezember, bereits im Frühjahr 2011 sei mit einer Entscheidung im Schiedsgerichtsverfahren zu rechnen.

Die Festlegung des Werts der 34% an Areva NP ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Siemens aus dem Gemeinschaftsunternehmen aussteigen kann. Die Münchner rechneten allerdings dabei noch im laufenden Kalenderjahr mit einer Entscheidung der zuständigen Experten, welchen Wert die Anteile haben. Dies geht aus dem Bericht an die amerikanische Börsenaufsicht SEC hervor, der Anfang Dezember veröffentlicht wurde.

Ob sich der Wert des Anteils noch erhöht, hängt auch davon ab, welche der beiden Seiten sich mit dem Vorwurf durchsetzt, die jeweils andere Seite habe den Vertrag gebrochen. Sollte ein Vertragsbruch durch Siemens festgestellt werden, würde dies den Kreisen zufolge den Preis um 40% drücken. Sollte hingegen Siemens mit seinem Vorwurf erfolgreich sein, der Vertragsbruch sei auf französischer Seite erfolgt, würde dies zu einem Preisaufschlag von 40% führen. weiterlesen >>
(29.12.2010)

 
 

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