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Hochtechnologie: China ködert Investoren aus Deutschland

 
 
Die chinesische Regierung hat um neue Investitionen aus Deutschland geworben und sich besonders um Hochtechnologie-Firmen zur Erschließung neuer Märkte bemüht. Der für Reformen und Wirtschaftsfragen zuständige Vize-Premierminister, Li Keqiang, schreibt in einem Beitrag für die "Süddeutsche Zeitung" (SZ - Mittwochausgabe), Chinas und Deutschlands Wirtschaft seien "in hohem Maß komplementär". Das eröffne neue Chancen, allerdings auch für chinesische Unternehmen. Li forderte, dass auch die Bedingungen für Investitionen und Existenzgründungen chinesischer Unternehmen in Deutschland verbessert werden müssten.

Li ist der erste stellvertretende Premier und wird als potentieller Nachfolger des amtierenden Ministerpräsidenten Wen Jiabao gehandelt. Er trifft am Donnerstag zu einem dreitägigen Besuch in Deutschland ein, wo er unter anderem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Guido Westerwelle sprechen wird. In dem Beitrag für die SZ kündigte Li außerdem an, dass sich China weiter an der Stabilisierung des Euros beteiligen werde. China werde "Pakete zur Finanzstabilisierung" aufkaufen. Zuvor schon hatte Li in Madrid verkündet, dass China die spanischen Reformen zur Finanzmarkstabilisierung unterstütze und spanische Staatsanleihen kaufen werde.

Besondere Anreize will China nach den Worten Lis für Hochtechnologie-Unternehmen in den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt, Energie und Materialwirtschaft schaffen. Besonders die Kooperation in der "grünen Wirtschaft" könne verbessert werden. Insgesamt müsse das Investitionspotential besser ausgeschöpft werden, so der Vize-Premier. Dabei sicherte er zu, dass China seine Wirtschaftsgesetze und die Investitionspolitik verbessern, "geistiges Eigentum schützen und ein stabiles, ordnungsgemäßes, transparentes und berechenbares Marktumfeld schaffen" werde. Alle in China registrierten Unternehmen würden wie inländische Firmen behandelt.
(05.01.2011)

 
 

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