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Probleme bei der Finanzierung: EU-Windmarkt schrumpft

 
 
In Europa wurden 2010 weniger Windenergiekapazitäten geschaffen als im Jahr davor. Insgesamt wurden in den Ländern der Europäischen Union (EU) im vergangenen Jahr Windräder mit einer Kapazität von 9,3 Gigawatt (GW) installiert, wie der Branchenverband EWEA am Montag mitteilte. 2009 waren es noch 10,3 GW gewesen. Die Herstellervereinigung machte Finanzierungsprobleme für den Rückgang verantwortlich.

"Die Zahlen sind eine Warnung, dass wir die Finanzierung erneuerbarer Energien nicht für selbstverständlich halten können", wird EWEA-Vorstand Christian Kjaer in der Mitteilung zitiert. Er forderte die EU auf, ohne Verzögerung besseren Zugang zu Investitionsmitteln zu ermöglichen. Andernfalls sei Europas Technologieführerschaft in Gefahr.

Die niedrigeren Installationszahlen gehen auf den gesunkenen Ausbau der Kapazitäten auf dem Festland zurück. Im so genannten Onshore-Bereich wurden neue Windräder mit einer Leistung von 8,4 GW aufgestellt, ein Minus von 14% zum Vorjahr. Dagegen wuchs die Kapazität auf dem Meer (Offshore) um 883 Megawatt, was über 50% mehr waren als ein Jahr zuvor.

Die größten Märkte im vergangenen Jahr waren den Angaben zufolge Spanien und Deutschland mit einem Zubau von jeweils rund 1,5 GW. Auch in Frankreich wurden mehr als 1 GW neu installiert. Insgesamt seien damit nunmehr über Windräder mit einer Leistung von über 84 GW am Netz, hieß es weiter. Damit könnten in einem normalen Windjahr über 5% des EU-Energieverbrauchs gedeckt werden.
(01.02.2011)

 
 

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