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Strafe für Deutsche Bank: Börse Korea greift durch

 
 
Die Deutsche Bank soll für die nicht regelgerechte Platzierung riesiger Aktienpakete an der Börse in Seoul im vergangenen November eine Strafe von 500 Mio KRW (umgerechnet etwa 330.000 EUR) zahlen. Das ist zwar nur die Hälfte der möglichen Höchststrafe, aber die größte Summe, die ein Marktteilnehmer für Verstöße gegen Börsenregeln bisher zahlen musste, wie die koreanische Zeitung "Chosun Ilbo" am Freitag aus Branchenkreisen berichtet.

Hintergrund ist der Absturz des Aktienindex Kospi am 11. November 2010 kurz vor Handelsschluss, den die Aufsichtsbehörden seit geraumer Zeit untersuchen. Ausgelöst hatten ihn Verkaufsorders für Aktien im Volumen von 1,6 Mrd EUR, die überwiegend von der Deutschen Bank platziert worden waren. An jenem Tag waren viele Optionen ausgelaufen.

Nach Angaben der Zeitung soll die Deutsche Bank dafür zahlen, dass sie über die Verkaufsaufträge nicht rechtzeitig informiert hat. Die Regeln der Korea Exchange verlangen, dass über Platzierungen auf Basis von auslaufenden Optionen, die in den letzten zehn Handelsminuten geplant sind, mit wenigstens fünf Minuten Vorlauf informiert wird. "Chosun Ilbo" schreibt, die Mitteilung der Deutschen Bank sei eine Minute zu spät gekommen. In der nächsten Woche werde die Börse die Bank von der Strafzahlung in Kenntnis setzen.

Am Mittwoch hatte die Deutsche Bank erklärt, sie solle wegen des Vorfalls auf Betreiben der Aufsichtsbehörden für sechs Monate vom Handel mit Wertpapieren ausgeschlossen werden. Eine endgültige Entscheidung wird hier für den 23. Februar erwartet.
(12.02.2011)

 
 

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