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Börsen-Großfusion: Jetzt geht die Debatte in den USA erst richtig los

 
 
Die geplante Fusion der Deutschen Börse und ihres US-Wettbewerbers NYSE Euronext erhitzt in den USA die Gemüter. Die Amerikaner sind besorgt darüber, dass ein deutscher Konzern die Kontrolle über die 219 Jahre alte Ikone des US-Kapitalismus übernehmen könnte. Der Vorsitzende des Rechtsausschusses des Repräsentantenhauses, Lamar Smith, forderte am Dienstag eine "sorgfältige Prüfung" der Auswirkungen der Transaktion auf den Wettbewerb.

Der Zusammenschluss werfe Fragen auf mit Blick auf den weiteren Einfluss der amerikanischen Börse in der Welt und die Auswirkungen auf Arbeitsplätze in den USA. Der Rechtsausschuss werde die Fusion verfolgen und sicherstellen, dass die Interessen der amerikanischen Investoren und Arbeiter gewahrt würden, sagte Smith laut einer Mitteilung seines Büros. Der Senator ist einer der ersten Republikaner, die sich öffentlich zu der Transaktion äußern.

Auch das Justizministerium bereitet sich auf eine Prüfung vor, wie mit der Sache vertraute Personen sagten. Die Behörde könne aber erst aktiv werden, nachdem die Fusion beantragt worden sei. Die beiden Börsenbetreiber hatten am Dienstag angekündigt, sich zum größten Börsenbetreiber der Welt zusammenschließen zu wollen und sehen darin große finanzielle Vorteile.

Die Transaktion, die bis Jahresende über die Bühne gehen soll, wird von beiden Unternehmen als Zusammenschluss gleichstarker Partner bezeichnet. Weil die Deutsche Börse aber einen höheren Marktwert hat, werden deren Aktionäre nach einem Aktientausch die Mehrheit von 60% an der neuen Holding-Gesellschaft halten. weiterlesen >>
(16.02.2011)

 
 

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