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Gagfah sieht keinen Sanierungsstau

 
 
Ein Bericht des WDR-Politmagazins "Monitor" über vernachlässigte Instandhaltung beim Wohnimmobilienkonzern Gagfah hat am Freitag die Aktie der in Luxemburg ansässigen Holding erheblich unter Druck gebracht. Daneben wurden Befürchtungen laut, Gagfah werde die eigenen Instandhaltungsaufwendungen in der nächsten Zeit womöglich erhöhen müssen, so dass die Rendite sinken könnte.

"Ich halte diese Befürchtung für nicht berechtigt", sagte ein Sprecher der Holding Dow Jones Newswires auf Anfrage. Nach seinen Worten gibt es bei Gagfah keinen Sanierungsstau; den Pflichten zur Abwendung akuter Gefahren komme die Gesellschaft anders als im Bericht dargestellt nach.

Laut "Monitor" soll das Unternehmen auf Betreiben des Großaktionärs Fortress Budgetobergrenzen für die Instandhaltung haben, die auch in kritischen Fällen nicht überschritten werden können. Dies stimme nicht, sagte der Sprecher. Von den Budgets und den wirtschaftlichen Zielen unberührt seien dringend erforderliche Maßnahmen.

Eine Liste, wonach Gagfah zwar für 73 Mio EUR sicherheitsrelevanten Sanierungsbedarf sehe, aber nur für 10 Mio EUR Mittel zur Verfügung stelle, kenne er nicht, so der Sprecher. Bei den vom WDR gezeigten Immobilien handele es sich um "bedauerliche Einzelfälle", auf die Gagfah auch nicht stolz sei. Daraus könne aber nicht abgeleitet werden, dieser Zustand gelte für größere Bestände. Dagegen spreche, dass der Konzern eine konstante Leerstands- und Fluktuationsquote habe.
(19.02.2011)

 
 

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