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Daimler-Anteil: EADS wünscht sich Privatinvestor

 
 
EADS wünscht sich weniger Staatseinfluss auf ihre Geschäfte. Die Daimler AG solle ihre Anteile an dem europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern bei ihrem geplanten Teilausstieg an private Investoren verkaufen und nicht an den Staat, sagte EADS-Finanzvorstand Hans Peter Ring der "Financial Times Deutschland" (FTD - Freitagausgabe).

"Die USA und Großbritannien machen uns vor, dass man solche Geschäfte auch ohne unternehmerische Staatsbeteiligung managen kann. Und ich stelle mir ernsthaft die Frage: 'Könnten wir das nicht bei uns auch?'", sagte der Manager der Zeitung.

Daimler solle mit Blick auf die Ankündigung, die Beteiligung möglicherweise bis Mitte kommenden Jahres um die Hälfte auf 7,5% zu verringern, bald Ansagen machen. "Unsere Aktionäre wollen jetzt vor allem Klarheit. Unsicherheit ist für den Aktienmarkt bekanntermaßen nicht hilfreich", sagte Ring weiter.

EADS stellte sich damit gegen Aussagen von Daimler. Deren Finanzvorstand Bodo Uebber hatte vor wenigen Tagen gesagt, auf der Suche nach einer "stabilen und ausgewogenen Eigentümerstruktur" stehe die Bundesregierung in der Pflicht. "Der Erfolg von EADS beruht auch auf der Zusammenarbeit mit Staaten. Der Staat ist wichtiger Kunde und Partner in der Vorfinanzierung: Ohne Staat hebt kein einziger Flieger ab", hatte Uebber, der gleichzeitig Präsident des EADS-Verwaltungsrats ist, jüngst in einem Presseinterview gesagt.
(27.05.2011)

 
 

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