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AT&T will sich bei T-Mobile-Übernahme nicht durch Schlichtungen ausbremsen lassen

 
 
Mit Einzelklagen in acht verschiedenen US-Bundesstaaten will der Telekomkonzern AT&T verhindern, dass die geplante Übernahme von T-Mobile USA mit Schiedsverfahren ihrer eigenen Kunden ausgebremst wird. Das Dow-Jones-Internetportal "All Things Digital" berichtet am Wochenende, die Klagen seien am späten Freitag eingereicht worden. Sie richteten sich gegen eine ganze Reihe von Schlichtungsverfahren, die die Rechtsanwaltskanzlei Bursor & Fisher im Namen von AT&T-Kunden angestrengt hat.

Die Kanzlei hatte kürzlich erklärt, sie habe mehr als tausend Telefonkunden gefunden, die gegen die Übernahme der Telekom-Tochter vorgehen wollten. AT&T argumentiert nun, dass die Schiedsklausel, die in Kundenverträgen enthalten ist, nicht dazu genutzt werden kann, um gegen die T-Mobile-Übernahme vorzugehen.

Der Konzern wirft Bursor & Fisher vor, das für Einzelfälle vorgesehene Schlichtungsverfahren zu mißbrauchen. Gedacht sei das Verfahren für die Befriedigung individueller Ansprüche, aber nicht für die gemeinschaftliche Blockade eines Fusionsvorhabens. Sammelverfahren seien ausdrücklich ausgeschlossen.
Die 39 Mrd USD schwere Übernahme ist in den USA vor allem bei Verbraucherschützern umstritten. Sie fürchten einen Verlust an Wettbewerb auf dem US-Telefonmarkt und steigende Preise als Folge der Fusion.
(15.08.2011)

 
 

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