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Sorge um den Technologiestandort Europa

 
 
EU-Industriekommissar Günter Verheugen befürchtet einem Zeitungsbericht zufolge, dass Europa im globalen Wettlauf um Spitzentechnologien zurückfällt. Bei Forschung und Entwicklung hätten die Europäer zwar immer noch die Nase vorn, aber das Geschäft mit den innovativen Produkten würden immer häufiger Amerikaner oder Asiaten machen, heißt es in einem noch unveröffentlichten Papier des deutschen Kommissars, das dem "Handelsblatt" (HB/Montagausgabe) vorliegt.

Die EU scheitere zu oft an der Vermarktung ihrer Forschungsergebnisse. Verheugen will die Mitteilung Ende September vorlegen. Die EU müsse Innovationen eventuell stärker fördern und dafür die Beihilferegeln lockern, signalisiert Verheugen. Die Brüsseler Kommission werde den EU-Rechtsrahmen für die Forschungsförderung nächstes Jahr daraufhin überprüfen. Dabei gehe es um die Höhe der Forschungsbeihilfen und um die Schwellenwerte für die Anmeldung der Beihilfen in Brüssel. Vielleicht müssten die Forschungssubventionen auch "näher an die Vermarktung neuer Produkte und Dienstleistungen" heranrücken, heißt es in Verheugens Papier.

Hintergrund ist die Befürchtung, dass die USA, Japan, China und Indien deutlich höhere Subventionen an ihre forschende Industrie zahlen als in Europa erlaubt. "In einigen Drittländern profitieren Schlüsseltechnologien möglicherweise von einer deutlich höheren staatlichen Unterstützung als in der EU", heißt es dem Handelsblatt zufolge in dem Papier.
(14.09.2009)

 
 

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