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E.ON-Kraftwerksbau in Datteln: Hälfte der Gesamtinvestition schon ausgegeben

 
 
Der Energiekonzern E.ON hat bei dem vom Baustopp bedrohten Kraftwerksprojekt in Datteln schon über 50 Prozent der geplanten 1,2 Milliarden Euro ausgegeben. "Bis heute haben wir deutlich mehr als die Hälfte des Gesamtinvestitionsvolumens bereits ausgegeben oder verbindlich zugesagt", sagte Klaus-Dieter Maubach, der Vorstandsvorsitzende von E.ON Energie, am Mittwoch. E.ON Energie ist die für das Europageschäft der Düsseldorfer E.ON AG maßgeblich zuständige Tochtergesellschaft.

Vor knapp zwei Wochen hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster den Bebauungsplan für das Kraftwerksprojekt für ungültig erklärt. Als Grund hatte das OVG unter anderem angeführt, dass die Stadt Vorgaben zum Naturschutz und zum Schutz der Bevölkerung nicht ausreichend beachtet habe. Zudem werde das Kraftwerk der E.ON AG zu nahe an einem Wohngebiet errichtet. Das OVG gab damit der Klage eines Landwirts aus Waltrop recht. Eine Revision gegen das Urteil ist nicht zugelassen.

Auf Basis dieses Urteils ist bei der zuständigen Bezirksregierung Münster ein Antrag auf sofortigen Baustopp anhängig. Die Entscheidung darüber wird in nächster Zeit erwartet. Bis jetzt gehen die Bauarbeiten vorerst weiter. Nach seiner Fertigstellung sollte es mit einer Leistung von rund 1.050 Megawatt (MW) das größte Monoblock-Steinkohlekraftwerk Europas werden. Im Jahr 2011 sollte das Kraftwerk in Betrieb gehen.
(16.09.2009)

 
 

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