ifo-Chef für Verbesserung der deutschen Standortqualität | ||
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Das Land wachse wieder, und die Menschen könnten das Vertrauen in die Zukunft entwickeln, das sie für die Gründung von Familien brauchen. Die Strategie auf diesem Wege könne nur sein, dass die Unternehmen weiter auf Innovation setzen und der Staat den Arbeitsmarkt weiter flottmache. Der Staat müsse aufhören, in die Lohnstrukturen einzugreifen, und wieder zulassen, dass die Löhne durch die Marktkräfte selbst gebildet werden, fordert Sinn in dem Beitrag. Jetzt müssten die Reformen der Agenda 2010 komplettiert und unter anderem durch eine weitere Stärkung der Lohnzuschüsse zu ihrem logischen Ende geführt werden: einem aktivierenden Sozialstaat, der bei den Bedürftigen das Mitmachen nicht weniger als das Wegbleiben belohnt. Dann würden sich die bislang so sträflich vernachlässigten Binnensektoren weiterentwickeln. "Wenn niedrige Löhne den Unternehmen, dem Kapital und den Talenten neue Gewinnmöglichkeiten in den arbeitsintensiven Binnensektoren bieten, dann entstehen dort neue Stellen, und die Wirtschaftsstruktur wird wieder besser ausbalanciert." Zwar bedeute dieser Kurs, dass sich die Wertschöpfung im Export nur noch verhalten entwickele. Dafür werde aber umso mehr Wertschöpfung in den Binnensektoren entstehen, und das Wachstum werde per saldo beflügelt. (17.09.2009)
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