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Bundesbank-Vize sieht in der Breite keine Kreditklemme

 
 
Nach Aussage von Bundesbank-Vizepräsident Franz-Christoph Zeitler liegt in Deutschland auch weiterhin im Wesentlichen keine Kreditklemme vor. "Unsere Analyse ist nach wie vor, dass jedenfalls derzeit in der Breite der Wirtschaft keine Kreditklemme festzustellen ist", sagte er am Samstag bei einer Rede im bayerischen Grainau. Er verwies allerdings auf das rückläufige Wachstum der Kredite an Unternehmen.

Zeitler betonte laut Redetext, dass die Diversifikation der Kreditwirtschaft in Deutschland - mit unterschiedlichen Institutsgruppen und Geschäftsmodellen sowie mit der starken Präsenz einlagenbasierter Institute - einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Kreditversorgung leiste. Auch lässt sich ihm zufolge nur schwer trennen, inwieweit der gegenwärtige Rückgang des Kreditwachstums nachfrageseitig, etwa durch Auftrags- und Investitionsrückgänge der Unternehmen, ausgelöst ist.

Allerdings gibt es Zeitler zufolge Klagen der Unternehmen, unter anderem über wesentlich verschärfte Dokumentationsanforderungen der Finanzinstitute. Diese Forderungen sind demnach in angemessener Zeit kaum zu erfüllen und oft als "verhüllte Kreditablehnung" zu verstehen.

Vor diesem Hintergrund bezeichnete Zeitler interventionistische Eingriffe in die Kreditvergabe der Banken aber als "kontraproduktiv" und wies damit indirekt entsprechende an die Bundesbank-Adresse gerichtete Forderungen zurück. "Die Bonitätsprüfung ihrer Kunden ist ureigene Aufgabe und Verantwortung der Institute, die sie im Wettbewerb wahrzunehmen haben", erklärte er dazu. weiterlesen >>
(19.09.2009)

 
 

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