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Stellenabbau trotz Staatshilfen: Heidelberger Druck will Personalkosten reduzieren

 
 
Die Heidelberger Druckmaschinen AG hält an den geplanten Stellenstreichungen fest. Trotz Staatshilfen müsse der Druckmaschinenbauer weiter rund ein Viertel seiner Belegschaft abbauen, sagte der Vorstandsvorsitzende des MDAX-Konzerns, Bernhard Schreier, der "Welt am Sonntag" (WamS). "Der Staat erwartet, dass wir den Geschäftsplan, den wir vorgelegt haben, einhalten", so Schreier.

"Unsere Aufträge haben sich halbiert", fügte Schreier hinzu. Deshalb müsse das Heidelberger Unternehmen auf der Kostenseite massiv gegensteuern, um durch die Krise zu kommen und die Schulden wieder abzubauen. Heidelberger Druck hatte bei der staatlichen Förderbank KfW einen Kredit über 300 Millionen Euro und zudem Staatsgarantien im Volumen von 550 Millionen Euro beantragt.

Der Maschinenbau steckt nach massiven Orderrückgängen in der heftigsten Rezession seit Jahrzehnten. Hohe Stornoraten und Bestellrückgänge machen dabei vor allem den Druckmaschinenherstellern schwer zu schaffen. Hauptgrund für die schwere Branchenkrise ist der Einbruch auf dem Printwerbemarkt, denn die Druckereien sind von Zeitungen abhängig, die wiederum auf Werbeeinnahmen angewiesen sind.

Um auf diese schwere Krise zu reagieren, hatte Heidelberger Druck bereits Mitte 2008 ein umfassendes Sparprogramm gestartet. Bis 2010/2011 will der der weltgrößte Hersteller von Bogendruckmaschinen damit 400 Millionen Euro einsparen. Die wichtigste Säule ist die Reduktion der Strukturkosten, wozu unter anderem der Block der Personalkosten gehört. Alleine in diesem Bereich sollen bis Ende 2010/11 rund 105 Millionen Euro eingespart werden.
(27.09.2009)

 
 

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