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Deutsche Börse sieht LSE-Turquoise-Deal gelassen und wartet auf Antwort aus Warschau

 
 
Der geplante Kauf der alternativen Handelsplattform Turquoise durch die London Stock Exchange Group (LSE) würde sich nach Aussagen des Deutsche-Börse-Vorstands Frank Gerstenschläger nicht auf das Wettbewerbsumfeld für den Frankfurter Börsenbetreiber auswirken. "Da könnte ein anderer nachkommen", um den Platz von Turquoise einzunehmen, erklärte er am Donnerstag am Rande der "Euro Finance Week" in Frankfurt. Gerstenschläger ist bei der Deutschen Börse für den Bereich Cash Equities zuständig.

Das Handelsvolumen traditioneller Häuser wie der Deutschen Börse oder der LSE kam im vergangenen Jahr durch so genannte alternative Handelsplattformen wie Turquoise unter Druck, die eine preiswerte und schneller Abwicklung der Transaktionen anbieten. Die LSE verhandelt derzeit über einen Kauf von Turquoise, mit einer Entscheidung wird bis Mitte Dezember gerechnet.

Der Frankfurter Börsenbetreiber werde seinerseits wohl eher keine eigene alternative Plattform erwerben, sagte Gerstenschläger weiter. "Im Augenblick schauen wir uns den Markt [insgesamt] an, aber wir haben keine bestimmten Pläne", sagte er.

Vorstandsvorsitzender Reto Francioni hatte mehrfach wiederholt, die Deutsche Börse wolle organisch wachsen. Sollte sich aber die Möglichkeit einer strategischen Akquisition ergeben, werde dies geprüft. weiterlesen >>
(20.11.2009)

 
 

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