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Commerzbank-CFO erwartet langfristig abnehmendes Kreditvolumen

 
 
Commerzbank-CFO Eric Strutz sieht in Deutschland derzeit noch keine Kreditklemme aber ein langfristig abnehmendes Kreditvolumen. "Das Kreditvolumen Deutschlands hat lange Zeit bei 50 Prozent des Bruttosozialprodukts gelegen und ist infolge der Wiedervereinigung vorübergehend auf 60 Prozent gestiegen. Langfristig müssen wir uns auf ein niedrigeres Niveau einstellen", sagte Strutz am Freitag auf der Konferenz "Euro Finance Week" in Frankfurt.

Mit Blick auf die aktuelle Diskussion um die Erhöhung von Eigenkapitalvorschriften zeigte sich Strutz indes zuversichtlich, dass die Regulierungsbehörden die Kreditvergabe durch zu scharfe Vorschriften nicht abwürgen werde. "Der Regulierer weiß, dass wir wenig riskantes Kreditgeschäft anders behandeln müssen als riskante Kredite", so der Manager weiter.

Banken müssen hochriskante Geschäfte mit deutlich mehr Eigenkapital unterlegen, als weniger riskante. In der politischen Diskussion wird derzeit oftmals auf eine Erhöhung der Eigenkapitalunterlegungsvorschriften gedrängt, um die Gefahr einer erneuten Finanzkrise zu reduzieren. Der Nachteil dabei ist allerdings, dass dabei die Kreditvergabe eingeschränkt und der Konjunkturmotor abgewürgt werden könnte.

Ferner plädierte Strutz für ein diversifiziertes Geschäftsmodell. "Das Retail-Geschäft ist zentral für eine erfolgreiche Bank, wir brauchen aber auch Investmentbankingaktivitäten". Die Zeit der einseitig ausgerichteten Geschäftsmodelle ist seiner Ansicht nach vorbei. weiterlesen >>
(20.11.2009)

 
 

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