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EU-Kommission nimmt Wettbewerbsverhalten von E.ON Ruhrgas unter die Lupe

 
 
Die E.ON-Tochter Ruhrgas muss sich wegen angeblich wettbewerbswidrigen Verhaltens am Gasmarkt mit der EU-Kommission auseinandersetzen. Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD - Freitagsausgabe) unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, soll das Unternehmen Transportkapazitäten im Ferngasnetz verknappt und damit Wettbewerber behindert haben. E.ON Ruhrgas war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Beide Seiten verhandeln laut dem Bericht über einen Kompromiss. Die Kommission könnte erneut erhebliche Zugeständnisse von E.ON verlangen und im Gegenzug von einer Untersuchung absehen, hieß es. Ein früheres Missbrauchsverfahren gegen E.ON bei Strom habe in der Abgabe von 5.000 MW Kraftwerksleistung an Wettbewerber und einen Verkauf des Hochspannungsnetzes gemündet.

E.ON betrachte sein Ferngasleitungsnetz bisher allerdings als unverzichtbaren Teil des Kerngeschäfts, schreibt das Blatt. Mit 11.600 km sei es länger als alle anderen Ferngasnetze in Deutschland.

Im Mai 2007 hatte die EU-Kommission ein Verfahren gegen eine RWE-Gasnetz-Tochter eingeleitet, das ein Jahr später eingestellt wurde. RWE stimmte einem Verkauf der inzwischen in Thyssengas umbenannten Gesellschaft zu, um Sanktionen zu vermeiden.
(28.11.2009)

 
 

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