Warnung vor Überreaktion im Kampf gegen Kreditklemme | ||
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Wirtschaftsverbände klagen seit Längerem über knauserige Banken, auch eine aktuelle Umfrage des Ifo-Instituts deutet auf zunehmende Finanzierungsengpässe bei Unternehmen hin. Bofinger hält es jedoch für "ganz normal", dass die Kreditvergabe angesichts der konjunkturellen Situation zurückgehe. "Bisher ist nicht zu erkennen, dass die Finanzkrise hier zu besonderen Engpässen führt", sagte er der "Welt". Die Unternehmen schätzten den Zugang zu Krediten derzeit sogar als weniger schwierig ein als etwa 2003 und 2004. "Deshalb wäre es höchst problematisch, wenn die Politik nun direkt in die Kreditvergabe eingreifen würde", so Bofinger. Sinnvoller sei es, den Bankensektor zügig zu stärken indem etwa in Abwicklungseinheiten ausgelagert würden. Angesichts der unübersichtlichen Datenlage zu einer möglichen Kreditklemme sind Staatshilfen auch bei den Regierungsparteien umstritten. Gegner befürchten nach Informationen der "Welt" eine reine Klientelpolitik. "Es gibt keine Hinweise für eine Kreditklemme. Aber in der Arbeitsgruppe Wirtschaft der CDU sitzen ein paar einflussreiche Unternehmer, die sich über gestiegene Zinsen aufregen", hieß es in Unionskreisen. Diese seien für den Aktionismus verantwortlich. (01.12.2009)
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