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Axel Springer gegen verlagsübergreifende Online-Bezahlplattform

 
 
Die Axel Springer AG will künftig mehr Umsatz mit Bezahlinhalten im Internet erwirtschaften, setzt dabei aber nicht auf eine neue verlagsübergreifende Plattform zur Vermarktung. "Wir befürworten One-Click-Modelle, aber wir wollen nicht mit anderen Verlagen eine eigene Plattform aufbauen", sagte Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer Public Affairs bei Springer, am Dienstag bei einer Presseveranstaltung in Berlin.

Der Berliner Medienkonzern will seine kostenpflichtigen Internetangebote künftig eher über die Suchmaschine Google und deren Nachrichtensuche feilbieten. "Bestehende Plattformen wie Google News sollten sich entsprechend entwickeln", sagte Keese. Mit dem Bezahlangebot Checkout habe die Suchmaschine, die in Deutschland neun von zehn Internetanfragen erledigt, bereits eine entsprechende Möglichkeit für den Bücherkauf, diese könnte man laut Keese künftig auch für die Zahlung einzelner Artikel nutzen.

Axel Springer sondiert derzeit mehrere Möglichkeiten, den Nutzern einfaches Bezahlen der Inhalte im Internet zu ermöglichen. Auch mit der Deutschen Telekom würden dazu Gespräche geführt, erläuterte Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner in Berlin. Die Abrechnung über die Telefonrechnung solle dabei "kein Springer-Only-Thema sein", erklärte Döpfner, der sich stattdessen für eine möglichst breite Basis der Verlage aussprach.

Der Berliner Medienkonzern will in der kommenden Woche Teile der Internetseiten von Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost gebührenpflichtig machen, wie Döpfner erläuterte. Bislang seien durchschlagende wirtschaftliche Erfolge mit reinen Inhaltsangeboten im Internet noch nicht erkennbar, sagte Döpfner. "Die Finanzierung durch Werbung reicht möglicherweise nicht", fügte der Vorstandsvorsitzende hinzu. Daher müssten die Leser von der Gewohnheit Abstand nehmen, im Internet gäbe es Qualitätsjournalismus umsonst. weiterlesen >>
(09.12.2009)

 
 

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