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Übernahme von Karstadt durch Metro die "schlechteste Lösung"

 
 
Ein Verkauf der Warenhauskette Karstadt an den Konkurrenten Metro, dem schon die Warenhauskette Kaufhof gehört, ist laut Rolf Weidmann, Beauftragter des Arcandor-Insolvenzverwalters für Karstadt, die schlechteste Lösung. Der am Montag erscheinenden "WirtschaftsWoche" sagte er, dass es in diesem Fall Massenentlassungen in beiden Unternehmen geben werde.

Weidmann sagte: "Die Deutsche Warenhaus AG würde 20.000 bis 25.000 Arbeitsplätze bei beiden Unternehmen kosten." Metro würde im Fall der Übernahme Doppelstandorte auflösen, erwartet er. Metro müsste den Profit durch Zusammenlegung, also die so genannten Synergieeffekte, die sich aus einer solchen Übernahme ergeben könnten, heben, um wirtschaftlich arbeiten zu können", so Weidmann.

Die Karstadt-Insolvenzverwaltung ist optimistisch, die Warenhauskette als Ganzes inklusive der Sporthäuser bis Mitte kommenden Jahres verkaufen zu können. "Einen nennenswerten Millionenbetrag sollten Investoren für das Komplettpaket schon mitbringen. Zum Schnäppchenpreis wird es Karstadt nicht geben", sagte Weidmann. Aktuell gebe es "etwa zwei Dutzend Interessenten". Ziel sei es, im zweiten Quartal mit dem Insolvenzplan und der ersten Bieterrunde durch zu sein.

Das Herauslösen einzelner lukrativer Standorte lehnt Weidmann ab, "weil das wirtschaftlicher Unsinn wäre". Das Unternehmen stehe stabil und eine Zerschlagung sei überhaupt nicht notwendig. Zudem würden wesentlich mehr Karstadt-Mitarbeiter ihre Jobs verlieren, denn im Fall einer Zerschlagung fänden allenfalls 20 oder 30 Karstadt-Warenhäuser einen Abnehmer. weiterlesen >>
(13.12.2009)

 
 

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