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Marktabschottung durch langfriste Gasverträge?

 
 
Das Bundeskartellamt hat die langfristigen Kapazitätsbuchungen beim Gastransport kritisiert. Diese langfristigen Buchungen hätten eine marktabschottende Wirkung, teilte das Bundeskartellamt am Donnerstag mit.

Eine Untersuchung des Amtes habe ergeben, dass viele Grenzübergangspunkte langfristig - d.h. mit einer Vertragslaufzeit von mehr als zwei Jahren - ausgebucht seien. Diese Übergänge seien zumeist durch konzernverbundene Vertriebsunternehmen gebucht. Dadurch bestehe die Gefahr einer Marktabschottung auf den nachgelagerten Gasliefermärkten, hieß es weiter. Kapazitätsanfragen insbesondere neuer Player könnten regelmäßig nicht bedient werden, hieß es weiter.

Die Feststellungen legten grundsätzlich die Einleitung von Missbrauchsverfahren nahe, teilte das Amt ferner mit. Zunächst solle jedoch die gesetzliche Entwicklung abgewartet werden. In einem Eckpunktepapier der Regierung sei geplant, die Laufzeiten der Kapazitätsbuchungen in der anstehenden Novelle der Gasnetzzugangsverordnung auch für bestehende Verträge gesetzlich zu begrenzen.
(17.12.2009)

 
 

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