Allianz muss Expansionsziele in Osteuropa verschieben | ||
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Eigentlich wollte der größte europäische Versicherer in allen 34 Ländern, die er als Wachstumsmärkte deklariert hat, in diesem Jahr einen Umsatz von 15 Milliarden Euro erwirtschaften, nachdem im Vorjahr Prämieneinnahmen von 12,3 Milliarden Euro erzielt worden waren. Doch weil vor allem die Länder Osteuropas von der Finanz- und Wirtschaftskrise getroffen wurden, ist auch das Wachstum des Münchener DAX-Konzerns gebremst. "Kurzfristig sehen wir nicht das Umsatzwachstum vergangener Jahre", sagte Zedelius. "Mittel- und langfristig bleiben die Aussichten dort aber positiv." Der Manager ist im Allianz-Konzern für die Wachstumsregionen in Osteuropa und Asien/Pazifik zuständig. Schon 2011 sollte der Umsatzbeitrag aus den Wachstumsmärkten auf 20 Milliarden Euro steigen und damit auf gut ein Fünftel des zuletzt erzielten Konzernumsatzes. An dem Beitragsziel hält Zedelius fest, nur wird es jetzt mit Verspätung erreicht werden: "Wir haben eine klare Zielsetzung: Die Hälfte unserer Kunden soll mittelfristig aus Wachstumsregionen kommen. Im vergangenen Jahr waren das rund 40%, ihr Umsatzanteil am Gruppenergebnis lag bei 13%." Die Allianz setzt in den Wachstumsmärkten auf Neugründungen ebenso wie auf Akquisitionen. "Wir sehen uns die Märkte an, und würde sich die richtige Gelegenheit ergeben, dann schließen wir eine Akquisition nicht aus." Zuletzt hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, dass der schlingernde amerikanische AIG-Konzern einige seiner Osteuropa-Gesellschaften verkaufen würde, um Staatshilfen zurückzuzahlen. Das hat sich jedoch nicht erfüllt. "Von AIG ist wenig auf den Markt gekommen", sagte Zedelius. (22.12.2009)
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