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Merck prüft Zukäufe fürs Kerngeschäft

 
 
Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck prüft derzeit Akquisitionen für das Kerngeschäft. "Ich kann mir Zukäufe in beiden Bereichen - in Pharma und in der Chemie - im Prinzip gut vorstellen", sagte Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Merck KGaA, der "Süddeutschen Zeitung" (SZ - Montagausgabe). "Wir könnten das auch finanzieren, größere und kleinere Akquisitionen", sagte Kley weiter und fügte an: "Aber es muss auch wirklich passen."

Die Nicht-Zulassung des Medikaments "Erbitux" in der Indikation Lungenkrebs sei zwar ein Rückschlag für Merck, doch beunruhige es ihn nicht, sagte Kley. Der Konzern sei "nach wie vor von der Wirksamkeit des Mittels überzeugt". Es werde geprüft, welche Möglichkeiten es noch gebe. Die Strategie werde aber nicht geändert. Merck habe derzeit 30 Medikamente in der Entwicklung.

Zu den jüngsten Renditerückgängen im Geschäft mit Flüssigkristallen erklärte Kley: "Umsatzrenditen von dauerhaft über 50% sind in keinem Geschäft der Welt möglich. Ich schließe die Rückkehr in diese Regionen aus." Derzeit liege die Rendite in dem Geschäftsfeld bei 30%. "Ich bin überzeugt, dass das Renditeniveau im nächsten Jahr bei den Flüssigkristallen wieder höher wird."
(28.12.2009)

 
 

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