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Scania-CEO sieht mögliche Fusion mit MAN kritisch

 
 
Scania-CEO Leif Östling zeigt sich im Hinblick auf einen möglichen Zusammenschluss der Lkw-Hersteller MAN und Scania unter dem Dach der Volkswagen AG skeptisch. "Bei einer Fusion von MAN und Scania ist es derzeit unrealistisch, Synergien von 1 Milliarden Euro oder auch nur 500 Millionen Euro zu erreichen", sagt Östling im Interview mit der "Welt am Sonntag". "Dieses Geschäft wäre wohl vor allem für Investmentbanker interessant, die an solchen Milliardendeals verdienen", sagte der Manager.

Östling ist nicht grundsätzlich gegen Kooperation, sieht aber in naher Zukunft kaum Ansatzpunkte. "Natürlich könnte es eine Zusammenarbeit geben zwischen Scania und MAN, etwa bei grundlegenden Forschungsprojekten. Die haben jedoch einen Vorlauf von vielleicht 15 Jahren", sagte Östling.

Bisherige Kooperationsbemühungen waren laut dem Scania-CEO erfolglos. "Wir haben mehrere Jahre lang versucht, mit MAN bei der Entwicklung von Getrieben und Achsen zusammenzuarbeiten. Unterm Strich hat das zu nichts geführt, da es keine Kostensynergien gab. Es hat sich schlicht und einfach nicht gerechnet", sagte Östling.

Letztendlich habe aber die Konzernmutter in Sachen Lkw-Allianz das letzte Wort. "Volkswagen hat in dieser Frage die Führung. Alle Entscheidungen werden in Wolfsburg getroffen", sagte Östling. VW hält derzeit einen Stimmrechtsanteil von 29,9% an MAN sowie über 70% an Scania. MAN ist mit mehr als 17% an Scania beteiligt.
(29.12.2009)

 
 

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