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44 Prozent der deutschen Industrieunternehmen wollen 2010 im Ausland investieren

 
 
Die deutsche Industrie setzt in diesem Jahr offenbar wieder stärker auf Auslandsmärkte. Das belege eine unveröffentlichte Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter rund 9.000 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, berichtet das "Handelsblatt" (HB - Montagausgabe). Der dem Blatt vorliegenden Umfrage zufolge wollen 44% der deutschen Industrieunternehmen im laufenden Jahr im Ausland investieren. In den Krisenjahren 2008 und 2009 sei der Anteil auf zuletzt 40% gesunken.

"Die Stimmung der Wirtschaft verbessert sich zusehends - das zeigen jetzt auch die Auslandsinvestitionspläne deutscher Unternehmen", sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann dem Blatt. Vor allem China gewinne bei deutschen Unternehmen deutlich an Attraktivität und ziehe so viele Investitionen an wie kein anders Land: 37% der Unternehmen wollen im Reich der Mitte investieren.

Im Vorjahr hatten das nur 32% vor. Der Anteil der Unternehmen, die Investitionen in anderen Ländern Asiens planen, stieg von 22% auf 26%. "Als Vorteil erweist sich für diese Länder, dass sie nicht der Ausgangspunkt der Wirtschafts- und Finanzkrise gewesen sind - vielmehr hat die Krise ihre Reputation als Wachstumsmärkte gesteigert", kommentierte der DIHK.

Mehr als die Hälfte aller Unternehmen (56%) verbinde mit dem Kapitaleinsatz im Ausland vor allem ein Ziel: Sie wollten auch außerhalb des Heimatmarktes Kundendienste und Vertriebsstellen aufbauen, und so bestehende Märkte sichern. Das Motiv, aus Kostengründen im Ausland zu investieren, rücke laut DIHK-Umfrage dagegen in den Hintergrund. Nur 28% nennen diesen Grund.
(22.03.2010)

 
 

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