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US-Tankerauftrag: EADS will kurzfristig über Bewerbung entscheiden

 
 
Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS will kurzfristig entscheiden, ob sich das Unternehmen sich um den Milliardenauftrag für neue US-Betankungsflugzeuge bewirbt. "Wir können sagen, dass die Entscheidung, ob wir bieten, voraussichtlich in den nächsten zwei bis drei Wochen fällt", sagte Airbus-CEO Thomas Enders der "Financial Times Deutschland" (FTD - Montagausgabe).

Anders als bislang wolle EADS allerdings nicht als Juniorpartner, sondern als Hauptanbieter in einem Team antreten, sagte er. Das US-Verteidigungsministerium stoße sich offenbar daran, dass Boeing als einziger Bieter übrig geblieben ist. "Das Pentagon hat uns gebeten zu prüfen, ob wir nicht doch anbieten wollen, und zwar diesmal aus der Prime-Contractor-Rolle heraus. Das ist der entscheidende Unterschied", sagte Enders.

Mit einer erneuten Bewerbung um den 35 Mrd USD schweren Auftrag um zunächst 179 Betankungsflugzeuge der US-Luftwaffe käme es zu einem direkten Bieterkampf mit dem US-Wettbewerber Boeing. Enders sagte zur "FTD", dass die Wirtschaftlichkeit Vorrang habe. "Sollten wir tatsächlich noch einmal antreten, dann würden wir bestimmt kein tollkühnes Angebot machen und die Firma verwetten. Risiken und auskömmliche Margen würden im Vordergrund stehen", sagte Enders der Zeitung. Er verwies auf die Verluste, die dem Konzern aus dem Vertrag für den Militärtransporter A400M entstanden sind, der ebenfalls über einen Festpreisvertrag vergeben wurde.
(29.03.2010)

 
 

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