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BaFin analysiert Aktienverkauf von Pfleiderer routinemäßig

 
 
Der Verkauf eigener Aktien des Holzverarbeiters Pfleiderer beschäftigt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). "Wir werden mit einer routinemäßigen Analyse beginnen", sagte eine BaFin-Sprecherin am Donnerstag zu Dow Jones Newswires. Damit solle festgestellt werden, ob es Anhaltspunkte für Insiderhandel oder Marktmanipulation gibt, fügte sie hinzu.

Die Neumarkter Pfleiderer AG hatte am Montagabend nach XETRA-Schluss per Ad-hoc-Mitteilung darüber informiert, dass sie gut 2,6 Mio eigene Aktien verkaufen werde. Noch am selben Abend wurde der erfolgreiche Abschluss der Verkaufs für 18,5 Mio EUR in einer zweiten Ad-hoc-Meldung mitgeteilt. Ein Großteil des Aktienpakets wurde offenbar vor Veröffentlichung der ersten Ad-hoc verkauft, denn im Parketthandel wechselten nur noch etwa 33.000 Anteilsscheine den Besitzer.

Routinemäßige Analysen von Transaktionen sind bei der BaFin die Vorstufe zu förmlichen Untersuchungen. Im Jahr 2008 war die BaFin mit 440 routinemäßigen Analysen beschäftigt, wie die Sprecherin erläuterte. Daraus seien 44 förmliche Untersuchungen zu Insiderhandel hervorgegangen und 77 mal seien mögliche Marktmanipulationen förmlich untersucht worden.

Bei Pfleiderer sieht man der BaFin-Analyse gelassen entgegen. "Wir haben uns beim Aktienverkauf an die geltenden Bestimmungen gehalten und uns nichts vorzuwerfen", sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage.
(21.01.2010)

 
 

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