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J.P. Morgan: Kein Interesse mehr an US-Sparte von RBS-Sempra

 
 
J.P. Morgan Chase & Co ist nicht länger an den Geschäften des US-Rohstoffhändlers RBS Sempra in Nordamerika interessiert. Die US-Bank verhandele aber weiter über den Kauf des Metallgeschäfts sowie der europäischen Öl-, Strom- und Gassparte, sagten mit der Angelegenheit vertraut Personen am Montag zu Dow Jones Newswires.

Die Entscheidung folge auf die Ankündigung von US-Präsident Barack Obama, dass sich die Institute in Zukunft zwischen klassischen Bankgeschäften und Eigenhandel entscheiden müssten und die Größe der Banken beschränkt werden soll, sagte die Person weiter. Das Metallgeschäft sei nun der begehrte Vermögenswert in den Verhandlungen, fügte die Person hinzu.

RBS Sempra Commodities ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Royal Bank of Scotland Group plc (RBS) und der US-Firma Sempra Energy. Im Zuge der Finanzkrise hatte der britische Staat die Mehrheit an der RBS übernommen und das schottische Institut war im Gegenzug für Staatshilfen von der EU-Kommission zum Verkauf ihres 51%-Anteils an RBS Sempra verpflichtet worden. Im April 2008 hatte die Bank die Beteiligung für 1,7 Mrd USD gekauft.

Nun könnten andere mögliche Bieter für die RBS Sempra-Geschäfte auf den Plan treten. Ein Interesse an RBS Sempra wurde der australischen Macquarie und der Deutschen Bank AG nachgesagt. Die Investmentbank Lazard führt den Verkauf des gesamten Geschäftes für RBS und Sempra. Eine Transaktion mit J.P. Morgan hätte auch Sempras Beteiligung von 49% umfasst. Die RBS, J.P. Morgan, die Deutsche Bank und Macquarie lehnten eine Stellungnahme ab.
(01.02.2010)

 
 

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