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Bedenken gegen Stoxx-Übernahme

 
 
Das europäische Clearingunternehmen LCH.Clearnet hat bei der Europäischen Kommission Wettbewerbsbedenken gegen die Mehrheitsübernahme des Indexanbieters Stoxx durch die Deutsche Börse AG geäußert. LCH.Clearnet habe Bedenken, dass es nach der Stoxx-Übernahme für LCH.Clearnet schwierig werden könnte, eine Lizenz für das Clearing von Derivaten auf Basis des Index Euro Stoxx zu erhalten, geht aus einem Schreiben von LCH.Clearnet an die EU-Kommission hervor, das Dow Jones Newswires vorliegt.

Möglicherweise, so LCH.Clearnet, werde die Deutsche Börse eine solche Lizenz verweigern, um dem eigenen Clearinggeschäft ein Monopol zu erhalten. Noch gebe es derlei Aktivitäten zwar nicht, heißt es in dem Schreiben von LCH.Clearnet-CEO Roger Lidell vom Freitag. Doch gebe die die bevorstehende Angleichung der Stoxx-Eigentümerstruktur von Stoxx an die Eigentümerstruktur der Eurex Anlass zur Sorge.

Die Deutsche Börse ist mehrheitlich an der Eurex, einer Terminbörse für Finanzderivate und damit auch an der Clearingtochter Eurex Clearing beteiligt. Clearinggesellschaften garantieren als zentraler Kontrahent das Zustandekommen von Wertpapiertransaktionen.

Marktaufsichtsbehörden in Europa und den USA drängen Marktakteure gegenwärtig dazu, OTC-Derivate, die bislang außerbörslich gehandelt waren, vermehrt über Handelsplattformen zu handeln und die Transaktionen über Clearinghäuser abzuwickeln. Andernfalls sollen Banken künftig in erheblichem Maße Kapital für eventuelle Verluste bereit halten müssen. weiterlesen >>
(12.01.2010)

 
 

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