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Daimler: Keine Hinweise auf Händler-Diskriminierung in China

 
 
Die Daimler AG hat bislang keine Hinweise darauf, dass der Konzern mit seinem Autohersteller Mercedes im wichtigen Markt China freie Händler benachteiligen könnte. Mit dieser Stellungnahme reagierte am Sonntag eine Sprecherin auf einen Bericht der "WirtschaftsWoche". Das Magazin hatte berichtet, Mercedes drohe in China ein zeitweiliges Importverbot, da der Verband der Autohändler, die China Automobile Dealers Association (CADA), Mercedes vorwerfe, freie Händler zu benachteiligen.

Der Verband bereitet laut "Wirtschaftswoche" deshalb eine Beschwerde bei der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission vor, beim Handelsministerium und der chinesischen Gewerbeaufsicht. Darin fordere der Händlerverband, Daimler die Lizenz für den Import von Mercedes-Fahrzeugen zu entziehen und den weiteren Ausbau des Händlernetzes zu untersagen.

Der Verband, der der einflussreichen Behörde für die Verwaltung der Staatsbetriebe (SASAC) angegliedert ist und damit indirekt dem Staatsrat untersteht, hatte 2008 laut "Wirtschaftswoche" ein zeitweiliges Importverbot für den koreanischen Autohersteller Hyundai durchgesetzt.

Die China Automobile Dealers Association wirft dem Hersteller vor, unabhängige Mercedes-Händler systematisch zu diskriminieren. So soll Daimlers wichtigster Vertriebspartner in China, das Hongkonger Unternehmen Lei Shing Hong (LSH), das mehr als 50 der 120 Mercedes-Autohäuser in China betreibt, versuchen, sich an freien Mercedes-Händlern zu beteiligen. Würden diese sich weigern, sollen sie laut "Wirtschaftswoche" ihre Händlerlizenz verlieren oder keine Möglichkeit mehr haben, Mercedes-Modelle zu ordern. Einen entsprechenden Fall habe der Verband in der südchinesischen Stadt Hangzhou dokumentiert. weiterlesen >>
(17.01.2010)

 
 

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