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Im Malaysia-Geschäft geprellt: Kontron bildet nun Risikovorsorge

 
 
Die Kontron AG bildet eine Risikovorsorge in Höhe von 34 Millionen Euro für ausstehende Forderungen gegen Kunden in Malaysia, Taiwan und Hongkong. Der Vorstand des TecDAX-Unternehmens sieht sich Angaben vom Freitag zufolge zu dieser Maßnahme gezwungen, nachdem vertraglich vereinbarte Bankgarantien nicht innerhalb der vereinbarten Frist vorgelegt werden konnten.

Bei den Schuldnern handelt es sich um Kunden von Kontron Malaysia im so genannten Electronic Manufacturing Service (EMS)-Geschäft, bei dem Kontron Projektmanagement, Entwicklungsverifikationen und Auftragsfertigungen in größerem Volumen übernimmt.

Kontron Malaysia hat diese Kundenaufträge durch Subunternehmer abwickeln lassen. Die Geschäftsbeziehungen bestehen teilweise seit 2007, Zahlungsverpflichtungen wurden über Jahre erfüllt. Kontron leitet jetzt gegen die Schuldner und das lokale Management zivil- und strafrechtliche Maßnahmen ein, da ein begründeter Verdacht auf Betrug bestehe.

Erste Recherchen von Kontron hätten ergeben, dass Kunden, Subunternehmer und lokales Management offensichtlich betrügerisch zu Lasten von Kontron zusammengewirkt haben. Vorstand und Aufsichtsrat der Kontron AG haben nun Anwaltskanzleien engagiert. Die ausstehenden Forderungen sollen im zweiten Quartal in der Kontron-Bilanz vorsorglich vollständig wertberichtigt werden.
(11.07.2010)
 
 

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