Gazprom: RWE darf bei South Stream mitmachen | ||
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South Stream ist ein Projekt, das im Wesentlichen von Gazprom und dem italienischen Energiekonzern Eni voran getrieben wird. Würde es Gazprom gelingen, RWE aus dem Nabucco-Konsortium herauszubrechen, wäre das Projekt kaum mehr zu halten, so die Zeitung weiter. Gazprom nutze damit gezielt die momentane Schwäche des Nabucco-Konsortiums. Nabucco soll Gas aus Ländern wie Turkmenistan und Aserbaidschan nach Westeuropa bringen. Die Verhandlungen mit den potenziellen Lieferländern gestalten sich laut HB jedoch schwierig. Trotz jahrelanger Bemühungen kann das Nabucco-Konsortium keine belastbaren Lieferzusagen für die Pipeline vorweisen. Solange dies nicht der Fall ist, so die Zeitung, kann der Bau der 3.300 Kilometer langen Pipeline, die von der türkischen Ostgrenze bis nach Österreich führen soll, nicht beginnen. Nabucco soll nach der derzeit noch gültigen Planung spätestens 2015 das erste Gas nach Westeuropa liefern. Die Pipeline würde die Abhängigkeit von russischem Gas verringern: Ein Viertel des in Europa verbrauchten Erdgases kommt aus Russland, in Deutschland liegt der Wert sogar bei 37%. Gazprom dagegen zielt mit dem South-Stream-Projekt darauf ab, den Einfluss der Pipeline-Transitlander Belarus und Ukraine zu reduzieren. Mit beiden Ländern hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Streitigkeiten gegeben, die zu empfindlichen Störungen der Gaslieferungen führten. Die Leitungsführung von South Stream umgeht die beiden Länder. (12.07.2010)
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