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Russen suchen Einstieg bei Infineon

 
 
Eine Entscheidung über einen Einstieg des russischen Mischkonzerns Sistema beim deutschen Halbleiterhersteller Infineon ist noch nicht gefallen. "Die Frage ist noch in der Diskussion, und wird auch in den nächsten Monaten auf hoher politischer Ebene weiter eine Rolle spielen", sagte ein hoher deutscher Regierungsbeamter am Dienstag im Vorfeld der Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel ab Mittwoch nach Russland.

Der Regierungsoffizielle verwies darauf, dass Übernahmen deutscher Hochtechnologiefirmen, vor allem, wenn sie über sicherheitsrelevante Technologie verfügten, den Bestimmungen des Außenwirtschaftsgesetzes unterliegen.

In den vergangenen Wochen hatte es Zeitungsberichte gegeben, wonach Russlands Präsident Dmitri Medwedew und Premier Wladimir Putin in Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel "hartnäckig insistiert" hätten, dass Sistema mit einer Beteiligung von 29% bei dem DAX-Konzern einsteigen darf.

Das Kanzleramt hat sich laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" bereit erklärt, als Vermittler aufzutreten und Merkel habe ihren Wirtschaftsberater Jens Weidmann beauftragt, die Lage bei der Infineon Technologies AG zu sondieren. "Druck werden wir aber nicht aufbauen", habe ein ungenannter Regierungsvertreter der Zeitung versichert. Die Russen umwerben Infineon bereits seit Jahren, sind aber immer wieder abgeblitzt.
(14.07.2010)

 
 

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