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Bilfinger-CEO: Keine Gefährdung der Expansion durch IPO-Absage

 
 
Die Bilfinger Berger AG sieht sich in ihrem Expansionsdrang trotz der Verschiebung des Börsengangs ihres Australiengeschäfts nicht ausgebremst. Der Konzern wolle das Dienstleistungsgeschäft weiter durch Übernahmen ausbauen, sagte Vorstandsvorsitzender Herbert Bodner am Mittwochabend bei einem Gespräch mit dem Club Wirtschaftspresse München.

Bilfinger Berger hatte Anfang Juli den Börsengang des Australiengeschäfts wegen der schwierigen Marktlage auf unbestimmte Zeit verschoben. Das IPO ist ein wesentlicher Teil der Strategie, das Baugeschäft um zwei Drittel auf 2 Mrd EUR reduzieren und im Gegenzug das margenstärkere und weniger zyklische sowie risikoärmere Dienstleistungsgeschäft auszubauen. Aufgrund der volatilen Kapitalmarktlage konnte sich das Unternehmen mit seinen Preisvorstellungen aber nicht durchsetzen.

"Wir können 300 Mio EUR für Zukäufe ausgeben", sagte Bodner. Dies sei unabhängig von einem Börsengang des Australiengeschäfts. Inklusive der Erlöse aus einem IPO stünden Bilfinger Berger rund 1 Mrd EUR zur Verfügung. Sollte sich eine gute Akquisitionsmöglichkeit ergeben, werde Bilfinger auch eine Finanzierungsmöglichkeit finden, zeigte sich der Manager zuversichtlich. "Wir werden Chancen nicht ziehen lassen."

Bodner betonte aber auch, dass Bilfinger Berger bei Zukäufen keine finanziellen Abenteuer eingehen wird. "Wir haben eine sehr selektive Vorgehensweise." Verschulden werde sich der Konzern deswegen nicht. Überhöhte Preise würde Bilfinger Berger nicht zahlen. "Man muss auch Nein sagen können." weiterlesen >>
(15.07.2010)

 
 

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