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Neue Devise bei Merck: Erst Schulden senken, dann zukaufen

 
 
Der Chemie- und Pharmakonzern Merck KGaA will vor weiteren Zukäufen zunächst seine Schulden senken. "Wir wollen jetzt erst einmal unsere Schulden auf das Maß zurückführen, das für ein solides Investmentgrade-Rating erforderlich ist", sagte CEO Karl-Ludwig Kley der "Financial Times Deutschland" (FTD - Freitagausgabe). "Die Konsolidierung wird zwischen sechs und 18 Monate dauern - abhängig vom Cashflow." Zielmarke für die Schulden sei das 2,5-Fache des EBITDA.

Nach der Übernahme des US-Konzerns Millipore sei wieder eine Milliardenübernahme in der Pharmasparte möglich - die Chemie solle sich auf mittlere Deals beschränken. Merck verordne sich damit eine Atempause nach der Großtransaktion, die am Donnerstag formell abgeschlossen wurde. Für 5,2 Mrd EUR erwerben die Darmstädter den Biochemiekonzern Millipore.

"Unsere Chemie ist jetzt so aufgestellt, dass wir sie mit kleineren Zukäufen - also dreistelligen Millionenbeträgen - weiterentwickeln können. Den großen Schritt brauchen wir in den nächsten drei Jahren nicht", sagte Kley weiter. Die Zukunft der Pigmentsparte könnte offenbar infrage gestellt werden: "Da werden wir eine Überprüfung der strategischen Position vornehmen", sagte Kley. Es brenne aber nichts unter den Nägeln. "Wir sind unter keinem Zeitdruck."

Weiter sagte Kley: "Bei Pharma können wir uns durchaus einen Milliardenzukauf vorstellen.""Das wird aber kein hoher Milliardenbetrag sein." Ziel von Zukäufen sei erstens, die Pipeline auszubauen, also den Vorrat neuer Arzneien in den Labors. "Zweitens ist unsere Präsenz in den USA noch zu schwach", sagte Kley. "Wir haben hier zwar die angestrebte 1. Mrd USD Umsatz überschritten. Bei der darf es aber nicht bleiben. Mein Anspruch ist, den im Zeitraum von drei Jahren zu verdoppeln." weiterlesen >>
(16.07.2010)

 
 

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