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Mitteldeutsches S-Bahn-Netz: Bahn wirft Mitbewerbern Lohndumping vor

 
 
Vor dem Hintergrund der Ausschreibung für das S-Bahn-Netz im Raum Halle/Leipzig hat die Deutsche Bahn AG Mitbewerbern Lohndumping vorgeworfen und den Abbau von Arbeitsplätzen angedroht. Die Tarife privater Anbieter lägen "40 Prozent und mehr" unter dem der Bahn, sagte der Vorstand von DB Regio, Ulrich Homburg, der Mitteldeutschen Zeitung (Samstag-Ausgabe).

Das sei problematisch, weil die Ausschreibung ausschließlich über den Preis entschieden werde, bei dem die Lohnkosten eine wesentliche Rolle spielten. Laut Homburg sind bis zu 300 Jobs in Gefahr, wenn DB Regio nur eines der beiden Lose der Ausschreibung erhalte.

Gingen beide Lose an Mitbewerber, seien knapp 500 Arbeitsplätze gefährdet. Mit Inbetriebnahme des Leipziger City-Tunnels Ende 2012 sollen mehrere S-Bahn-Strecken in zwei Losen für zwölf Jahre neu vergeben werden. Auf den meisten der Strecken fährt heute die Bahn AG.

Engelbert Recker vom Privatbahn-Verband Mofair bezeichnet die Vorwürfe als "Quatsch". Zwar gebe es Lohnunterschiede, aber nicht in dieser Größenordnung. Der Prokurist des Bahn-Konkurrenten Veolia, Andreas Winter, sagte, ein Lohnvergleich sei schon wegen der Zahl der Dienstjahre und der damit verbundenen Einstufungen schwierig.
(11.05.2009)
 
 

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