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Gericht: American Re muss 203 Millionen Dollar an Travelers zahlen

 
 
Die US-Tochter des Rückversicherers Munich Re muss für einen teuren Schadensfall des US-Versicherers Travellers einspringen. Ein Gericht in New York entschied, American Re habe insgesamt 202,5 Mio USD Rückversicherung plus Zinsen zu zahlen. Hintergrund sind Asbestschäden, für die der Travellers-Teilkonzern St. Paul Cos nach einer außergerichtlicher Einigung im Jahr 2002 aufgekommen war. Insgesamt 975 Mio USD plus Zinsen zahlte St. Paul seinerzeit und machte anschließend einen Teil der Summe bei einem Pool von Rückversicherern geltend.

In einem verkürzten Verfahren, einem so genannten Summary Judgement, urteilte Richter Richard Lowe III vom Supreme Court in New York am Freitag, die Rückversicherer müssten Travelers Cos insgesamt 262 Mio USD nebst Zinsen zahlen. Der Löwenanteil entfällt dabei auf die US-Tochter der Munich Re AG, der Rest auf den Versichererpool Excess Casualty Reinsurance Association. Basis für die Entscheidung sind Rückversicherungsverträge aus den 1950er Jahren.

Möglicherweise wird Munich Re die Entscheidung des Richters aber anfechten. Eine Sprecherin des Konzerns sagte, man überprüfe das Urteil auf mögliche Gründe für eine Berufung. Ein Travelers-Sprecher sagte, sein Unternehmen sei sehr zufrieden, die volle geforderte Summe zu bekommen.
(26.08.2010)

 
 

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