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MLP sieht weiter schwieriges Umfeld

 
 
Der Finanzdienstleister MLP erwartet nach positiven Signalen zu Jahresbeginn ein weiterhin schwieriges Umfeld. "Wir haben im ersten Quartal positive Signale gesehen, die sich jetzt in unseren Umsätzen zeigen", sagte CEO Uwe Schroeder-Wildberg der "Welt" (Donnerstagsausgabe). Entscheidend werde wie immer das zweite Halbjahr sein. "Dann werden sich auch unsere weiteren Sparmaßnahmen im Ergebnis niederschlagen", sagte der Manager.

Bei möglichen Zukäufen sieht Schroeder-Wildberg in der Vermögensberatung rund im die Tochter Feri die interessanteren Optionen als im klassischen MLP-Geschäft. "Da könnte sich in den nächsten zwölf bis 15 Monaten etwas tun", sagte der CEO des mittlerweile im SDAX notierten Finanzdienstleisters.

Nachdem MLP vor rund zwei Jahren einen Übernahmeversuch durch den schweizerischen Versicherer Swiss Life abwehren musste und dessen Policen daraufhin aus den MLP-Regalen verbannt hatte, arbeite man derzeit an einer Wiederaufnahme der Geschäftsbeziehungen. "In kürze wird MLP die Swiss-Life-Produkte wieder in seinen Auswahlprozess aufnehmen", sagte Schroeder-Wildberg.

Kritik äußerte der CEO des Unternehmens aus Wiesloch an der Beratungsqualität in seiner Branche und sieht die Politik in der Pflicht. "Wir brauchen einen höheren Ausbildungsstandard und vor allem eine Abschaffung von Ausnahmen - beispielsweise bei der Fondsvermittlung." Die Entwicklung hin zu Kundenorientierung und Transparenz sei nicht mehr aufzuhalten.
(22.07.2010)

 
 

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